WOHNBRÜCKE Berlin-Mitte unterstützt Geflüchtete bei der Wohnungssuche

Das Projekt WOHNBRÜCKE Berlin-Mitte unterstützt Geflüchtete bei der Wohnungssuche, die in einer Gemeinschaftsunterkunft im Bezirk Berlin-Mitte leben.

 

Offene Sprechstunde:

Donnerstag 15:00 -17:00 Uhr 

Waldstraße 7 

10551 Berlin - Moabit 

 

Angebote im Projekt

  • Hilfe bei der Wohnungssuche
  • Beratung
  • Zusammenstellung der Bewerbungsunterlagen
  • Vermittlung von Besichtigungsterminen – im Einzelfall Begleitung
  • Unterstützung beim Jobcenter-Kontakt wg. Mietkostenübernahme
  • Kommunikation mit der/dem Vermieter*in von der Bewerbung bis zum Mietvertrag mit bis zu 6 Monaten Nachsorge 
  • Coaching für Wohnungssuchende: Auftreten und Kommunizieren

Zielgruppe

 

Das Projekt unterstützt wohnungslose Geflüchtete, die

 

1.…in einer Gemeinschaftsunterkunft (Wohnheim oder Hostel) untergebracht und…

2.…im Bezirk Berlin-Mitte angemeldet sind, und…

3.…Leistungen vom Jobcenter oder aus Arbeit erhalten, und…

4.…auf Deutsch kommunizieren können oder von einer/einem verbindliche*n Ansprechpartner*in (Wohnpaten) begleitet werden.

Kontakt

Angelika Warning

WOHNBRÜCKE Berlin-Mitte

Psychosoziale Initiative Moabit e.V.

Waldstraße 7 - 10551 Berlin

Mobil 0162 957 8540

Fax 030 4320 8667 

eMail: warning-wohnbegleitung@mail.de

 

Das Projekt 'Wohnraumakquise für Geflüchtete' wird gefördert aus Mitteln des bezirklichen Integrationsfonds des Bezirks Mitte. Der Integrationsfonds ist eine Maßnahme des Gesamtkonzepts zur Integration und Partizipation Geflüchteter des Senats von Berlin.

 

10 FRAGEN ZUR WOHNUNGSSUCHE IN BERLIN BEANTWORTET VON WOHNBRÜCKE BERLIN-MITTE ANGELIKA WARNING

1. Wie suche ich nach einer Wohnung?

Am besten suchen Sie auf der Webseite der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften nach Wohnungen. Wenn Sie Leistungen vom Jobcenter oder Sozialamt erhalten, ist diese Internet-Adresse gut geeignet: 

www.inberlinwohnen.de.

Sie können aber auch auf jeder Einzel-Webseite der 6 Wohnungsgesellschaften suchen: 

www.gewobag.de, www.howoge.de, www.gesobau.de, www.degewo.de, www.wbm.de, 

www.stadtundland.de

 

2. Muss ich Geld bezahlen für die Vermittlung einer Wohnung?

Nein. Falls Sie angesprochen werden und jemand verspricht Ihnen eine Wohnung, wenn Sie Geld bezahlen, sagen Sie NEIN. Es sind viele Betrüger unterwegs. Es gibt Familien, die haben viel Geld bezahlt und keine Wohnung bekommen. Oder der Mietvertrag dauerte nur 1 Jahr, hat aber 6000 € gekostet, oder die Nebenkosten wurden plötzlich extrem hoch, oder in der Wohnung gibt es ein Problem, z.B. Schimmel. 

Holen Sie sich Hilfe bei einer Wohnungs-Beratungsstelle oder einer/einem Berliner Freund*in. 

 

Beratungsstellen berlinweit für Wohnungssuche – siehe Frage 10.

 

3. Warum bekomme ich keine Antwort vom Vermieter?

Wenn Sie anrufen oder eine E-Mail schreiben, bekommen Sie oft keine Antwort. Die Mitarbeiter*innen der Wohnungsgesellschaften sind sehr beschäftigt. Sie müssen im Internet suchen. Wenn Sie bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften eine passende Wohnungsanzeige sehen und eine Kontaktanfrage online ausfüllen, dann bekommen Sie immer eine Antwort. Manchmal nur: „Leider können wir Ihnen keine Wohnung anbieten...“ oder „Wir melden uns, falls wir Ihnen einen Termin anbieten können.“ Mit viel Glück bekommen Sie aber auch manchmal einen Termin.

 

4. Ich kann nicht gut umgehen mit E-Mail und verstehe nicht so gut, was soll ich tun?

Dann wird es schwierig. Ganz ohne E-Mail-Kontakt kann man keine Wohnung suchen. Denn Sie müssen im Internet suchen und E-Mails beantworten. Wenn Sie E-Mails nicht verstehen, holen Sie sich Hilfe und fragen Sie Nachbar*innen, Freund*innen, Familie.

Sobald das Wohnungsunternehmen Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail anfordert, können Sie diese aber auch in den Hausbriefkasten stecken – siehe auch Frage 5.

 

5. Ich kann meine Unterlagen nicht als E-Mail verschicken, was soll ich tun?

Sie können Ihre Unterlagen auch als Kopie zum Wohnungsunternehmen geben. Achten Sie ganz besonders auf die richtige Adresse. Die Unternehmen haben verschiedene Adressen. Es gibt mehrere Quartierbüros oder Kundenzentren. Die richtige Adresse finden Sie im Internet bei der Beschreibung der jeweiligen Wohnung (Exposé) oder fragen Sie den/die Mitarbeiter*in bei der Wohnungsbesichtigung. Sie müssen diese Unterlagen sehr schnell bringen, möglichst am selben Tag oder am Tag nach der Besichtigung. Stecken Sie diese in den richtigen Briefkasten am Haus der Wohnungsgesellschaft, oder geben Sie sie im Büro ab.

 

6. Welche Bewerbungsunterlagen brauche ich?

Es ist ganz besonders wichtig, dass Ihre Bewerbungsunterlagen vollständig und aktuell sind. Wenn Unterlagen fehlen, akzeptiert das Wohnungsunternehmen Ihre Bewerbung gar nicht. Deshalb sollten Sie zuerst alle Unterlagen sammeln und dann erst mit der Wohnungssuche beginnen.

 

7. Wer braucht eine Schufa-Auskunft und wie lange kann ich sie nutzen?

Alle, die später den Mietvertrag unterschreiben werden, brauchen eine Schufa-Auskunft. Bei Ehepaaren brauchen beide eine Schufa-Auskunft. Eine Schufa-Auskunft wird je nach Wohnungsunternehmen unterschiedlich lange akzeptiert. Das kann zwischen 2 und 6 Monaten liegen. Am besten fragen Sie beim Besichtigungstermin die/den Mitarbeiter*in.

 

8. Warum bekomme ich keine Wohnung?

Es gibt in Berlin 50.000 Menschen, die ohne Wohnung sind. Nicht alle, aber viele von diesen Menschen suchen nach einer Wohnung. Es gibt dagegen nur sehr wenige frei werdende Wohnungen mit einer bezahlbaren Miete. In Berlin herrscht Wohnungs-Notstand. Die erste Voraussetzung für eine kleine Chance ist es, vollständige und aktuelle Bewerbungsunterlagen zu haben. Wenn Sie wissen wollen, ob Ihre Unterlagen vollständig sind, können Sie sich an eine Wohnungs-Beratungsstelle wenden - siehe Frage 10.

 

9. Bekommen Wohnungsbewerber*innen mit einem Arbeitsvertrag schneller einen Mietvertrag?

Das ist nicht sicher. Es gibt allerdings viele Wohnungsunternehmen, die wollen keine Mieter*innen, die vom Jobcenter oder Sozialamt Geld bekommen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass man garantiert eine Wohnung bekommt, wenn man einen Arbeitsvertrag hat. Die landeseigenen Wohnungsunternehmen vermieten auch an Menschen ohne Arbeit: https://inberlinwohnen.de.

 

10. Wo kann ich Hilfe bei der Wohnungssuche bekommen?

Wenn Sie im Bezirk Berlin-Mitte wohnen, also in Tiergarten, Moabit, Wedding, Mitte oder Gesundbrunnen, wenn Sie Geflüchtete sind und in einem Wohnheim oder Hotel wohnen, dann können Sie bei der WOHNBRÜCKE Berlin-Mitte nach Hilfe fragen. Sie müssen aber wissen, dass es sehr viele Familien oder Personen gibt, die Hilfe suchen und leider nicht für alle genug Zeit ist. Wenn Sie nicht in Berlin-Mitte wohnen, finden Sie auf der folgenden Internetseite Beratungsstellen in den 11 anderen Berliner Bezirken: https://wohnhelden-berlin.de/kooperationspartner/ Sie können auch anrufen bei den „Wohnhelden“ - Telefon 0176 556 88 592. Die Wohnhelden können Ihnen eine passende Wohnungs-Beratungsstelle in Berlin nennen.

 

Notwendige Bewerbungsunterlagen für eine Wohnung sind:

- Mietschuldenfreiheitsbescheinigung

- Einkommensnachweise der letzten 3 Monate oder Bescheid von Jobcenter, Sozialamt, Kindergeld

- Schufa-Auskunft

- Wohnberechtigungsschein (WBS) Amtliche Meldebestätigung 

- Ausweis- und Aufenthaltstitel